Pilgern

Pilgern mit Männern Mit Körper und Herz, mit Seele und Leib unterwegs zu Gott

Mit Körper und Herz, mit Seele und Leib unterwegs zu Gott

... in der ganzen Welt

 

"Unsere Füße schreiten auf einer Straße, aber unser Herz schlägt in der ganzen Welt!" (Madeleine Debrel)

 

Diese Bereitschaft, die Welt einzubeziehen bzw. für die ganze Welt innerlich bereit zu sein, ergibt sich oftmals durch das Gehen. Auch dann, wenn es nur eine Straße ist, die Mann begeht; auch dann, wenn es im Alltag geschieht.

 

Pilgern nimmt diese Möglichkeit auf, intensiviert sie aber: Pilgern heißt, sich ein Ziel in der Welt zu setzen (einen Ort, eine Kirche) und dafür einen Weg zu wählen. Seiner Seele, seinen Gedanken, seiner Suche gewährt der Pilger jedoch eine große Offenheit, die in die ganze Welt oder in den Himmel hineingeht. Geführt lediglich von dem starken Wunsch, sich auf Gott auszurichten, und während des Weges diese Ausrichtung einzuhalten und einzuüben.

Leiter für Pilgergänge von Männern

Wer für den Pilgergang von Männern einen externen Wegbegleiter benötigt, kann sich bei der Männerpastoral melden.

 

Mehrere Seelsorger sind bereit, Männer-Gruppen aus Gemeinden zu begleiten - sowohl für die Weg-Führung als auch für das Geistliche.

Sie sind kundig für die Eifel oder für das Bergische Land.

 

Mit Leib und Seele auf den Glaubens-Weg machen

 

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) bietet für männliche Pilger viele Anregungen: Pilgerweg-Strecken, Impulse und praktische Tipps rund um das Pilgern. | mehr... 

Pilgern mit viel PS

Motorrad-Pilgern ist eine besondere Art, miteinander unterwegs zu sein. Die Pilger-Geschwindigkeit ist höher als zu Fuß oder per Rad. Bedeutungsvoll ist die verantwortliche Handhabung der PS-starken Technik durch den Fahrer: Er muss Acht geben auf die Power seiner Maschine und auf die physikalischen Kräfte. Seine Fahrfehler melden ihm zurück, wie er als Fahrer und als Mensch aufgelegt ist. Und das ist eine gute Wahrnehmungsübung. 

Geistliche Impulse sind die notwendigen 'Zündfunken' für die Fahrt. | mehr...

Pilgern durch die Natur

Ein schönes Natur-Erlebnis ermöglicht Männern eine tiefgründige Selbst-Entdeckung, verstärkt ihre religiöse Sehnsucht und ist Ort ihres spirituellen Findens.  

 

Insofern sind Pilgerwege, die durch die Natur führen, hervorragende Wegstrecken. Denn Männer nehmen in der frischen Luft und im Grünen geistliche Impulse besonders gern auf. Zu den inneren Prozessen eines Pilgerweges in der Natur | mehr...

Väter - Söhne - Töchter auf dem Jakobsweg

Einige Jahre lang sind Väter mit ihren heranwachsenden Töchtern und Söhnen ab dem 14. Lebensjahr jährlich für eine Woche in den Herbstferien zu Fuß entlang des Jakobusweges gewandert. Diese Wanderung war ein Angebot der Männerpastoral im Erzbistum Köln im Schwerpunkt „Väter-Kinder-Pastoral“. 

 

Es waren Väter aus den bisherigen Väter-Kinder-Zeltlagern „Papa hat Zeit für mich“, ebenfalls einem Angebot der Männerpastoral in den Sommerferien, die diese Wanderung anregten. „Könnt Ihr von der Männerseelsorge nicht etwas für uns Väter mit unseren älteren Kindern außer Zelten anbieten, eine andere Form des gemeinsamen Erlebens?“ Daraus ist das vorliegende Konzept entstanden.


Diese Arbeitshilfe soll Anregungen und Hilfen für Hauptamtliche im Pastoralen Dienst und für engagierte Väter in Gemeinden oder Dekanaten geben, ein solches Angebot selbst durchzuführen.

 

Die Arbeitshilfe "Väter - Söhne - Töchter auf dem Jakobsweg"

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Unterwegs ein Zeugnis geben

An Pilgerfahrten nehmen Männer teil, die zum Glauben, zu Gläubigen, zur Kirche verschiedene Einstellungen haben. Ihr Interesse und ihre Bereitschaft bekunden sie durch ihr Mitgehen. Alle, die miteinander unterwegs sind, wertschätzen dieses und ihrerseits offen reagieren.

 

Der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic gibt aufgrund seiner Pilgerreise beispielhaft einen Eindruck, was mitpilgernde Männer wohl erfahren möchten und was sie irritieren könnte:

 

Ich will sehen, welche Menschen Pilgerreisen unternehmen, und ich will erfahren, wie es auf einer solchen Reise zugeht. Ich will Menschen in ihrem Glauben erleben, vielleicht auch, weil ich sie irgendwo tief in mir darum beneide. Ich bin nicht gläubig, bin es nie gewesen, doch der Trost, den Menschen aus ihrem Glauben ziehen, fasziniert mich und nötigt mir manchmal die Frage auf, wieso er mir versagt bleibt.

 …

Mich machen diese harten Gesichter (der Pilger, B.K.) mittlerweile aggressiv. In keinem Gesicht erkenne ich das, was ich erwartet habe, nämlich mindestens Offenheit und Freundlichkeit, wenn schon keine Liebe. … Ich habe hier noch keinen einzigen Menschen gesehen, der Lebensfreude ausstrahlt oder zumindest das Gefühl vermittelt, er würde seinen Brüdern und Schwestern im Glauben mit Sympathie begegnen. Die hier, die mögen überhaupt niemanden, das sind bloß verstörte und verängstigte, im Grunde ganz rohe Seelen.

 

Thomas Glavinic, Unterwegs im Namen des Herrn, dtv, München 2014, S. 9.83, ISBN 978-3-423-14280-9

 

 

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