Laufen Spiritualität

Laufen -
eine Übung für die Spiritualität und
Lauf-Treffs als pfarrliches Angebot für Männer

Ein Lauf-Treff für die Pfarrei?!

„Warum gibt es keinen kirchlichen Lauftreff?“, frug der Sportwissenschaftler und Theologe Stefan Schneider von der Kölner Sporthochschule in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger (22.05.15, S. 28).

 

Die Frage ist berechtigt, denn Laufen ist sehr beliebt und zugleich eine geistig und körperlich intensive Tätigkeit.

 

Darum hatte die Männerpastoral bereits 2014 eine Veranstaltung "Laufen und Spiritualität" für Pastorale Dienste und DJK-Sportwart/-innen angeboten. Referent der Veranstaltung war Frank Hofmann, bundesweit bekannt für das Anliegen "spirituelles Laufen".

 

Und weit vor 2014 haben Seelsorger des Erzbistums Köln für ihre Gemeinden „Lauf-Treffs“ angeboten.

 

 

Arbeitshilfe "Laufen als Übung für die Spiritualität"

Die Arbeitshilfe „Laufen als Übung für die Spiritualität“

 - vermittelt eine theologisch-spirituelle Einordnung des Laufens,

 - gibt detaillierte Tipps für die Vorbereitung und Durchführung eines Lauf-Treffs,

 - untermauert die aktuelle Bedeutung des Laufens durch Zitate aus der Fachwelt oder von Läufer(innen),

 - zeigt seelsorglich zu begleitende Prozesse bei Läufern auf.

 

Herausgegeben hat die Arbeitshilfe der Sportverband DJK Diözesanverband im Erzbistum Köln. Sponsoren der Arbeitshilfe sind die Pax-Bank Köln und der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln. | zur Arbeitshilfe ...

 

 

 

Medien-Meldungen zur Arbeitshilfe "Laufen als Übung für die Spiritualität":

Laufen.Köln.de

Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln

DOMRADIO

 

 

 

Körper-Gespür, Wahrnehmung und neue Gedanken

Wer läuft, spürt deutlich seinen Körper. Dieses Gespür ist einer der spirituellen Aspekte des Laufens: Ohne Körper kein Leib, und im Leib der Geist.

 

Durch das Laufen wird die Mitwelt stärker wahrgenommen: Man ist aufmerksamer, spürt intensiver sich selbst und das Andere um sich herum. Mitgefühl und Eingebundenheit in ein großes ‚Mehr‘ stellen sich ein. – Ein wichtiges religiöses Gefühl.

 

Die körperliche Anstrengung lockert die Gedankenwelt des Läufers: Der Kopf wird frei für Anderes. Darum können geistliche Impulse, die vor dem Lauf gehört werden, auf neue, frische Weise bedacht werden. Man kann von Inspirationen sprechen.

 

 

Laufen als Übung für die Spiritualität

Laufen ist

- eine Entscheidung gegen Bequemlichkeit,

- verlangt Verzicht auf andere Aktivitäten,

- lebt von Regelmäßigkeit und Verbindlichkeit,

- fordert Nahrung (organische wie geistliche Nahrung) ein,

- stärkt die Selbst-Wahrnehmung,

- erhöht die Empfindsamkeit und die Aufmerksamkeit,

- ermöglicht eine Veränderung der Lebenshaltung (Gespür für die Mitwelt, für sich selbst).


Auch kann das Erlebnis des Laufens dankbar machen: "Ich kann mich bewegen; ich kann laufen!", "Es war schön durch Gottes Natur zu laufen!", "Gut geht es mir nach dem Lauf!"


Damit hat Laufen den Charakter einer Übung für die Spiritualität, wenn der Läufer diese Perspektive wählt und eine innere Lauf-Haltung einnimmt.

 

 

Vorbereitung und Durchführung eines Lauf-Treffs als Übung für die Spiritualität

Ein Lauf-Treff für Männer lässt sich ohne großen Aufwand vorbereiten und durchführen.

 

Ein paar Eckpunkte zur Vorbereitung und Durchführung eines Lauf-Treffs:

 

 -  Eine Laufstrecke sowie der Start- und Zielort sind auszukundschaften.

 

 -  Alle Mitläufer sollten gesundheitlich fit sein.

 

 -  Die Startphase beinhaltet: Eintreffen, Absprachen zum Lauf, Fertigmachen, Aufwärmen, Einführen in das Laufen, Geistlicher Impuls (ein Vers aus der Bibel, ein Lied, ein Zitat aus der Geistlichen Tradition des Christentums, ein Gebet) oder eine Impulsfrage (zum Leben, zum Mann-sein oder zum Alltag).

 

 -  Der Lauf dauert mindestens 30 Minuten und sollte bis zu 60 Minuten ausgedehnt werden. Wobei sportlich ungeübte Anfänger einsteigen, indem sie abwechselnd 2 Minuten laufen, 3 Minuten gehen, 2 Minuten laufen usw.

 

 -  Der Lauf-Leiter ist immer das ‚Schlusslicht‘, und Strecken kundige Männer sind vorne.

 

 -  Während des Laufes kann gesprochen werden, doch ist Schweigen (zumindest in der Laufphase nach 30 Minuten) sehr wirksam.

 

 -  Der Lauf wird gemeinsam abgeschlossen: Die ersten warten auf die Letzten (einschließlich des Lauf-Leiters).

 

 -  Es folgt ein gemeinsamer, kurzer Rückblick auf den Lauf – vielleicht mit Austausch über die Gedanken unterwegs.

 

 -  Der Lauf-Abschluss besteht aus Frage nach der Befindlichkeit der Läufer (alle wohlauf?), Verabredung des neuen Termins, Verabschiedung, guten Wünschen und einem Segen.

 

Mehr praktische Hinweise für Vorbereitung und Durchführung eines Lauf-Treffs gibt die Arbeitshilfe "Laufen als Übung für die Spiritualität".

 

 

Bericht der Kirchenzeitung im Erzbistum Köln

Frank Hofmann, der oft als Prototyp des spirituellen Läufers bezeichnet wird, war Referent einer Veranstaltung der Männerpastoral zum Thema "Laufen und Spiritualität".

 

Die Kirchenzeitung berichtete von dieser Veranstaltung. | mehr…

 

 

"Kirche.läuft" am 29. Mai 2016

Ein Mal jährlich (zumeist zur Jahresmitte) gibt es das sportliche Highlight „Kirche.läuft“. Initiator und Ausrichter des Lauf-Festes ist der Diözesansportverband DJK.

 

Eingeladen sind alle Freizeitläufer(innen) - junge, alte, mit Handicap oder ohne. Man kann sich als Einzelläufer oder als Laufgruppe anmelden.

Die Lauf-Distanzen sind unterschiedlich.

 

Am 29. Mai 2016 findet die diesjährige Aktion "Kirche.läuft" statt.

 

Ein Radio-Beitrag zu "Kirche.läuft" [produziert im Auftrag des Erzbistums Köln von Brigitte Stamm] | mehr...

DOMRADIO interviewt den Veranstalter DJK (Geschäftsführer Volker Lemken) | mehr...

 

Mehr unter: www.kirche-laeuft.de

 

 

Mehr Informationen zum Laufen

Der Läufer Frank Hofmann unterhält die Webseite www.spirituelles-laufen.de

 

Wer Bücher bevorzugt:

 - Regina Tödter, „Spirituelles Laufbuch“

 - Ulrich Bartmann, „Laufen und Joggen für die Psyche“

 - Warren A. Kay, „Meditieren in Laufschuhen“

 - Michael Bauer OSB, „Die Seele läuft mit“