Gotteslob - Nr. 732 | Gotteslob - Ideen für Familien | Erzbistum Köln

Nr. 732 - Wait for the Lord / Nah ist der Herr

Bibelgeschichte  Bibeltext

 

Matthäus Evangelium 25,1-13

 

In jener Zeit erzählte Jesus seinen Jüngern das folgende Gleichnis:

1Mit dem Himmelreich wird es sein wie mit zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. 2Fünf von ihnen waren töricht, und fünf waren klug. 3Die törichten nahmen ihre Lampen mit, aber kein Öl, 4die klugen aber nahmen außer den Lampen noch Öl in Krügen mit.

5Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. 6Mitten in der Nacht aber hörte man plötzlich laute Rufe: Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!

7Da standen die Jungfrauen alle auf und machten ihre Lampen zurecht. 8Die törichten aber sagten zu den klugen: Gebt uns von eurem Öl, sonst gehen unsere Lampen aus. 9Die klugen erwiderten ihnen: Dann reicht es weder für uns noch für euch; geht doch zu den Händlern und kauft, was ihr braucht.

10Während sie noch unterwegs waren, um das Öl zu kaufen, kam der Bräutigam; die Jungfrauen, die bereit waren, gingen mit ihm in den Hochzeitssaal, und die Tür wurde zugeschlossen.

11Später kamen auch die anderen Jungfrauen und riefen: Herr, Herr, mach und auf!

12Er aber antwortete ihnen: Amen, ich sage euch: Ich kenne euch nicht.

13Seid also wachsam! Denn ihr wisst weder den Tag noch die Stunde.

 

Gespraech  Impulsfragen zum Evangelium

 

Sind auch wir wachsam für das Kommen Gottes und wie könnte diese Wachsamkeit aussehen?

Wenn wir unseren Blick schärfen: können wir nicht auch heute schon, Gottes Gegenwart auf unserer Erde sehen – in kleinen Dingen, wie einem freundlichem Wort, einem hilfsbereiten Menschen, einer liebevollen Umarmung?

 

Gespraech  Impuls

 

Wir gehen gemeinsam durch die Kirche und bleiben an verschiedenen Orten stehen und überlegen gemeinsam:

Wo erlebe ich in meinem Alltag, dass Gott nahe ist, dass er bei uns ist? (zum Beispiel wenn mir jemand ein gutes Wort sagt, wenn ich die Schönheit der Schöpfung sehe, wenn mich jemand in die Arme nimmt, wenn mir jemand hilft…)

An jedem Ort in der Kirche stellen wir eine Kerze auf und gehen dann, während wir das Lied singen ein Stückchen weiter zu einem nächsten Ort, sagen auch hier, wo uns Gott im Alltag begegnen kann und stellen erneut eine Kerze auf.

Auf diese Weise wird die Kirche nach und nach immer heller.

 

Ähnliches passiert auch im Advent. An jedem Adventssonntag zünden wir eine Kerze mehr an unserem Adventskranz an. So wird es immer heller in den Häusern und schließlich kann der Herr/das Weihnachtsfest kommen.

 

Christa Bergrath